Kennen Sie schon Matthias Warnecke?
Lieber Matthias,
vielen Dank, dass wir heute mit Dir unsere Interview-Reihe fortführen können. Das Ziel ist unseren Mitgliedern unsere vielen engagierten Mitstreiter und Mitstreiterinnen in den Gremien des IDRs etwas näher vorzustellen.
In einem Satz: Wer bist Du?
Ich bin Matthias Warnecke, 55, aus Münster und lebe seit nunmehr 13 Jahren als glücklicher Hundebesitzer am Rande eines Dorfes im westlichen Münsterland auf einem ehemaligen Bauernhof.
Welches Hobby hast Du, das niemand erwartet?
Ich bin Vorsitzender eines kleines Hundesport-Vereins und habe dort ein paar Jahre Welpen und Gebrauchshunde mit ausgebildet. Heute verbringe ich gerne ab und an Zeit in einer kleinen, sympathischen Autowerkstatt, um mir mühsam einige handwerkliche Fähigkeiten rund ums „Schrauben“ anzueignen – mit mäßigem Erfolg, aber mit viel Respekt vor Menschen, die handwerkliche Fähigkeiten besitzen!
Wo finden wir Dich beruflich, wenn Du dich nicht für das IDR engagierst?
Seit über 25 Jahren arbeite ich beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), einem kommunalen Trägerverband, der sich vielfältig für die Menschen in der Region einsetzt. Nach langen Jahren in der dortigen IT leite ich seit 2018 das Referat für Fach- und IT-Prüfungen im LWL-RPA.
Deine Position im IDR in drei Worten?
Ich bin Vorstandsvorsitzender. Oder anders ausgedrückt: Teil des Ganzen.
Warum engagierst Du dich hier? Ein Satz!
Ich bringe mich im IDR ein, weil ich hier seit Jahren auf viele engagierte und interessante Menschen treffe, die sich ebenfalls für eine starke und unabhängige öffentliche Rechnungsprüfung einsetzen und mit denen zusammen viel bewegt werden kann.
Wie hat sich die öffentliche Finanzkontrolle in den letzten Jahren entwickelt?
Wir wenden uns (zu) langsam der Digitalisierung zu. Die öffentliche Rechnungsprüfung versucht, sich punktuell immer wieder Gehör zu verschaffen, muss aber zunehmend darauf achten, dass sie nicht in den Spagat zwischen „mehr Aufgaben“ und „weniger Ressourcen“ gerät. Aber es macht Hoffnung, dass immer mehr Prüfende und Führungskräfte erfolgreich durch die Fortbildungs- und Zertifizierungsprogramme des IDR gehen!
Welche Herausforderungen sind Dir bei deiner Arbeit im Vorstand begegnet?
Die Zusammenarbeit mit Menschen, die das IDR schon lange mitgestalten, ist bereichernd. Die Kunst besteht darin, sich nicht in Traditionen zu verhaften, aber dennoch das Gute zu bewahren und gleichzeitig den Blick nach vorne auf Neues zu richten und Veränderung zu wagen.
Auf welche Erfolge oder Veränderungen im Verein bist Du besonders stolz?
Bislang habe ich noch keine „Leistung“ in dem Sinne für das IDR erbracht, als dass ich darauf stolz sein könnte. Aber ich bin voller Lob und Respekt vor der Arbeit unserer Landesgruppen und Arbeitskreise – dort schlägt sozusagen das Herz des IDR und da wird viel Gutes und Nutzenstiftendes für die öffentliche Rechnungsprüfung geleistet!
Ein Ziel für nächstes Jahr?
Die „Marke IDR“ noch stärker ins Bewusstsein der potenziellen Stakeholder rücken.
Wo ist das IDR in 5 Jahren? Ein Satz.
In fünf Jahren ist das IDR ein weiter gewachsener Berufsverband, dessen Beratungsleistung häufiger von der Politik in Bund und Ländern angefragt wird.
Ein Rat an alle Vereinsmitglieder?
Lasst uns gemeinsam die Kraft eines gut aufgestellten Berufsverbands nutzen – für die Weiterentwicklung des Berufsbilds der Prüferin/des Prüfers, für Fortbildungen und besonders für gewinnbringenden Austausch!
Das Interview führte Ina Eichhoff.