| Termin: | 03.11.2026 |
| Ort: | Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Munscheidstraße 14, 45886 Gelsenkirchen |
| Anmeldung: | Über unseren Kurskalender und die Kurs.-Nr.: 10429 |
| Kosten: | Kostenlos für unsere Mitglieder |
Landesarbeitskreise
Technischer Arbeitskreis
Die Technische Prüfung ist seit jeher ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Rechnungsprüfung. Ihr Aufgabenspektrum ist vielfältig und umfasst insbesondere die Prüfung von Vergabeverfahren, die baubegleitende Prüfung, die Prüfung von Nachträgen sowie die Prüfung von Schlussrechnungen.
Gleichzeitig entwickelt sich das Tätigkeitsfeld der Technischen Prüfung kontinuierlich weiter. Neue digitale Prozesse und E-Government, die fortlaufende Weiterentwicklung kommunaler Fachverfahren sowie die zunehmende Komplexität des Vergabe- und Baurechts stellen die technischen Prüferinnen und Prüfer regelmäßig vor neue Herausforderungen. Auch die Weiterentwicklung des kommunalen Finanzmanagements und die Einführung zunehmend integrierter Verfahren wirken sich auf die Arbeit der Rechnungsprüfung aus.
Neben der klassischen Prüfung gewinnt dabei die beratende und begleitende Tätigkeit zunehmend an Bedeutung. Gerade bei komplexen Vorhaben kann eine frühzeitige Einbindung der Technischen Prüfung dazu beitragen, Fehler zu vermeiden, Risiken rechtzeitig zu erkennen und wirtschaftliche Lösungen zu unterstützen. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund knapper kommunaler Haushalte von großer Bedeutung.
Fachlicher Austausch und gemeinsame Unterstützung
Die Technischen Prüferinnen und Prüfer sind unter dem Dach der IDR-Landesgruppe NRW in einem eigenen Arbeitskreis organisiert. Der Arbeitskreis bietet eine Plattform für den fachlichen Austausch und ermöglicht es, Erfahrungen, Fragestellungen und Lösungsansätze schnell und unkompliziert miteinander zu teilen.
Gerade für Kolleginnen und Kollegen aus kleineren Rechnungsprüfungsämtern ist dieses Netzwerk von besonderem Wert. Wo die technische Prüfung teilweise von nur wenigen oder einzelnen Mitarbeitenden wahrgenommen wird, bietet der Arbeitskreis die Möglichkeit, auf die Erfahrung und das Fachwissen eines größeren Kollegenkreises zurückzugreifen. So wird aus dem „Einzelkämpfertum“ ein starkes fachliches Netzwerk.
Die Mitglieder stehen miteinander in regelmäßigem Kontakt. Fachliche Fragen können unkompliziert in den Kollegenkreis gegeben und gemeinsam diskutiert werden. Die Erfahrungen aus unterschiedlichen Kommunen und Prüfungsämtern tragen dabei dazu bei, Fragestellungen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und praxistaugliche Lösungen zu entwickeln.
Arbeitstagungen und Fortbildung
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Arbeitskreises sind die regelmäßig im Frühjahr und Herbst stattfindenden ganztägigen Arbeitstagungen.
Neben aktuellen Fachthemen, die durch externe Referentinnen und Referenten oder aus dem Kreis der eigenen Kolleginnen und Kollegen vorgestellt werden, steht vor allem der intensive persönliche Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Fachwissen, sondern ebenso um konkrete Erfahrungen aus der täglichen Prüfungspraxis.
Mit Unterstützung kompetenter Referentinnen und Referenten können dabei einzelne Themen vertieft und praxisnah behandelt werden – beispielsweise spezielle Fragestellungen zur HOAI, zum Nachtragsmanagement oder zu aktuellen Entwicklungen im Vergabe- und Baurecht.
Gemeinsam fachlich weiterkommen
Der Technische Arbeitskreis versteht sich damit nicht nur als Informations- und Austauschplattform, sondern als Netzwerk von Kolleginnen und Kollegen, die ihre Erfahrungen teilen, voneinander lernen und die technische Prüfung gemeinsam weiterentwickeln möchten.
Gerade die unterschiedlichen Erfahrungen und Blickwinkel der Mitglieder machen den Arbeitskreis lebendig. Deshalb freuen wir uns über alle Kolleginnen und Kollegen, die sich mit ihren Fragen, Erfahrungen und Ideen einbringen möchten.
Sie möchten Kontakt zum Technischen Arbeitskreis aufnehmen oder mehr über die Arbeit des Arbeitskreises erfahren?
Die Ansprechpartner und Sprecher des Arbeitskreises erreichen Sie über die nachstehenden Kontaktdaten:
Angstmann, Daniel
Stadt Wermelskirchen, Rechnungsprüfungsamt
mail: d.angstmann@wermelskirchen.dePoth, Andre
Hansestadt Wipperfürth, örtliche Rechnungsprüfung
mail: andre.poth@wipperfuerth.deSpringer, Damon
Stadt Sprockhövel, örtliche Rechnungsprüfung
mail: springer@sprockhoevel.de
Aufgrund verschiedener Erfahrungsberichte unserer Mitglieder hat sich inzwischen auch ein Arbeitskreis Korruptionsprävention gegründet. Er will dem Erfahrungsaustausch dienen und seinen Mitgliedern, den Kolleginnen und Kollegen in der Landesgruppe NRW und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den örtlichen Verwaltungen Handlungsempfehlungen an die Hand geben.
Das letzte Treffen des AK fand am 07.04.2025 in Kerpen statt.
Ansprechpartner
Aleksandra Damerowsky
Stadt Kerpen
Der IDR Prüferarbeitskreis Infoma in der Landesgrupe NRW versteht sich als Instrument für den Austausch unter Prüfern, die mit dem Finanzbuchhaltungssystem Infoma arbeiten und prüfen. Insbesondere sollen hier Problem- und Fragestellungen im Zusammenhang mit Infoma thematisiert werden, die für unsere oder bei unserer prüferischen Arbeit von grundsätzlicher Natur sind. Wir versuchen, hierfür aus dem Arbeitskreis heraus Lösungsansätze zu entwickelt und zu erarbeitet. Sowohl die Entwicklung und Erarbeitung von dafür notwendigen oder zweckdienlichen Checklisten oder Arbeitshilfen als auch der Erfahrungsaustausch untereinander können Arbeitsziele sein.
Aber auch für individuelle Problem- und Fragestellungen nehmen wir uns Zeit oder ermöglichen den Austausch mit Kolleg: innen, die zur Problemlösung beitragen können. Aus dem Arbeitskreis heraus befasst sich eine Unterarbeitsgruppe mit dem Thema Massendatenanalysen mit Hilfe des Programms IDEA.
Der IDR Prüferarbeitskreis Infoma kann nur durch ihre Teilnahme und Unterstützung erfolgreich arbeiten.
Ansprechpartner
Monika Kasig und Jörg Lehmberg
Leitfaden zur begleitenden IT-Prüfung
Ein Wunsch vieler IT-Prüfer:innen wird wahr. Die ersten Checklisten des „Leitfadens zur begleitenden IT-Prüfung im Rahmen der Einführung rechnungslegungsrelevanter Verfahren in NRW“ des Arbeitskreises „Prüfung der Informationstechnologie“ der IDR-Landesgruppe NRW wurden jetzt auf der IDR-Homepage online gestellt.
Im Frühjahr 2019 entstand die Idee, im Arbeitskreis „Prüfung der Informationstechnologie“ der IDR-Landesgruppe NRW Checklisten zu erarbeiten, um IT-Prüfer:innen in kommunalen Rechnungsprüfungsämtern bei der Prüfung neuer rechnungslegungsrelevanter Verfahren zu unterstützen. Die Umsetzung dieser Idee erforderte zwei Jahre und etliche Arbeitsstunden.
Der nun zum Download bereit gestellte Leitfaden besteht aus einem einführenden Text und den eigentlichen Checklisten.
Im Einführungstext werden u. a. grundlegende Informationen zur Zulassungsprüfung der gpaNRW gegeben und die Aufgaben der gpaNRW von der „Anwendungsprüfung“ (oder auch Implementierungsprüfung), die im Zuständigkeitsbereich der örtlichen Rechnungsprüfung liegt, abgegrenzt.
Die bisher erstellten Checklisten umfassen die Bereiche und sind mittels Link direkt hinterlegt:
- Verfahrensdokumentation (Stand 09/2026)
- Rollen und Berechtigungen (Stand 11/2025)
- Test und Freigabe (Stand 02/2022)
- Datenmigration (Stand 02/2022)
- Datenschutz
- Anwenderdokumentation (Stand 02/2022)
- Lizenzmanagement
- Schnittstellen (Stand 06/2026)
Sie bieten mögliche Prüffragen und Informationen zu den Sollvorgaben, die sich auf jedes rechnungslegungsrelevante Fachverfahren anwenden lassen, unabhängig von den fachlichen Aufgaben, die mit dem jeweiligen Verfahren bearbeitet werden. Fachliche Aspekte z. B. für die Bereiche Haushaltsplanung oder Anlagenbuchhaltung sind nicht Gegenstand der bereitstellten Checklisten.
Jede Checkliste beginnt mit einer Kurzeinleitung („Worum geht es?), der Nennung der relevanten Rechtsgrundlagen und einer Einführung in die Prüfthematik. Daran schließt sich die eigentliche Checkliste in Tabellenform mit Nennung der Soll-Vorgaben bzw. Best-Practice-Empfehlungen, Prüffragen und ergänzenden Zusatzinformationen an. Hierbei werden relevante IT-spezifische Aspekte der beim Anwender implementierten Prozesse und IT-Systeme betrachtet.
So ist beispielsweise die Thematik der Zugangs- und Zugriffsberechtigungen für die Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Verfahrens immens wichtig. Hier geht es darum, Vertraulichkeit und Integrität der Daten zu gewährleisten. Anforderungen hierzu finden sich in der KomHVO NRW, den GoBD sowie in den datenschutzrechtlichen Regelungen. Im Zuge der Zulassungsprüfung kann die gpaNRW lediglich prüfen, ob das Programm zur Zugriffskontrolle die Vergabe individueller beziehungsweise differenzierter Zugriffsrechte der Anwender beziehungsweise Anwenderinnen für die einzelnen Programmfunktionen und Aufgabenbereiche ermöglicht. Ob diese Möglichkeiten - wie erforderlich - im Zuge des Customizing auch ordnungsgemäß genutzt werden, kann im Rahmen der Zulassungsprüfung nicht geprüft werden. Hier ist die örtliche Rechnungsprüfung gefragt.
Gutachten zur Optimierung der Prüfung der Informationstechnologie der örtlichen Rechnungsprüfung
Ansprechpartner
Wladimir Goworkow - RPA Essen
Aktuelles aus der Landesgruppe
Newsletter 03/2026
Nachlese: Landesgruppentreffen NRW am 15. September 2026 in Gelsenkirchen
Am 15. September 2026 kam die Landesgruppe zum diesjährigen Treffen im Institut für Verwaltungswissenschaften (ifv) in Gelsenkirchen zusammen. Rund 60 Teilnehmende folgten der Einladung; moderiert wurde die Veranstaltung von Sabine Sauer. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die wesentlichen Inhalte und Ergebnisse.
Vormittag: Berichte und Wahlen
Den Einstieg übernahm Dr. Robert Bernsee, Referatsleiter beim Landesrechnungshof Nordrhein-Westfalen. Sein Vortrag ermöglichte einen Einblick in die Organisation und die Aufgabenwelt des Landesrechnungshofs sowie der staatlichen Rechnungsprüfungsämter. Die anschließende Diskussion mit den Mitgliedern fiel angeregt aus. Es wurde deutlich: Auch wenn uns manches trennt, sind unsere Kernaufgaben und Ziele in der öffentlichen Finanzkontrolle gleich. Ein vertiefender und dauerhafter Austausch ist auf beiden Seiten wünschenswert.
Matthias Warnecke, Vorstandsvorsitzender des IDR e.V., berichtete unter anderem vom Rechnungsprüfertag im Juni 2026 in Bad Lauterberg, der mit rund 180 Anmeldungen stark besucht war. Weitere Schwerpunkte seines Berichts: Ein neuer Bundes-Arbeitskreis Vergabeprüfung befindet sich in der Gründung, in der Geschäftsstelle wird der KI-Einsatz vorbereitet und ein neues Fortbildungsmodul zu KI ist in Planung. Der Vorstand will zudem die Sichtbarkeit des IDR in Politik und Fachöffentlichkeit stärken und vertieft den Austausch mit dem Deutschen Institut für Interne Revision (DIIR).
Dirk Emmerich (Stadt Aachen) stellte die Sitzung des Verwaltungsrats vom 8. Juni 2026 vor. Der Jahresabschluss 2025 wurde festgestellt und der Vorstand entlastet; der Jahresüberschuss lag bei rund 42.000 €, die Umsatzerlöse über 350.000 € erwirtschaftete der Verband überwiegend aus Fortbildungen und Seminaren. Beschlossen wurden das Leitbild der Antikorruptionsbeauftragten und eine Prüfhilfe für EU-Vergabeprüfungen, die den Mitgliedern kostenlos zur Verfügung steht. Die Ergebnisse einer Mitgliederbefragung bestätigten den eingeschlagenen Kurs des IDR; Handlungsbedarf sahen die Befragten insbesondere bei der Interessenvertretung gegenüber Politik und Ministerien, bei der Sichtbarkeit der Rechnungsprüfung, bei Leitlinien und Arbeitshilfen sowie bei der Vernetzung unter den Mitgliedern.
Der Beirat NRW berichtete von fünf regulären Sitzungen und einer Sondersitzung, in denen 29 Tagesordnungspunkte behandelt wurden. Schwerpunkte waren unter anderem Stellungnahmen zur Änderung des Kinderbildungsgesetzes und zum NRW-Infrastrukturgesetz (veröffentlicht auf der IDR-Website), drei Newsletter sowie die Qualitätssicherung verschiedener Prüfhilfen und Checklisten.
Im Rahmen der Wahlen wurden zwei neue Beiratsmitglieder bestimmt. Nach dem Ruhestand von Andreas Prinz (Rheda-Wiedenbrück) im März 2025 hatten sich zwei Kolleginnen gemeldet, die den Beirat rund ein Jahr als Gäste begleitet hatten: Dorothee Hötte-Berkenbusch (Leiterin der Stabsstelle örtliche Rechnungsprüfung Soest) und Sandy Simon (Leiterin der örtlichen Rechnungsprüfung Stadt Rheine). Beide wurden einstimmig gewählt und haben die Wahl angenommen. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Willkommen.
Anschließend berichteten die jeweiligen Sprecherinnen und Sprecher aus den NRW-Arbeitskreisen – technische Prüfer, IT-Prüfung, Korruptionsprävention, INFOMA, Finanzen, Fortbildung sowie SGB II Optionskommunen – über aktuelle Themen und Schwerpunkte.
Nachmittag: Drei Workshops in zwei Durchgängen
Workshop 1 – KI in der Praxis* (Impuls und Moderation: Daniel Tombrock, LWL-Rechnungsprüfungsamt)
Der Impulsvortrag zeigte fünf Einsatzfelder der KI im Prüfungsalltag auf: Prüfungsvorbereitung, Dokumentenanalyse, Datenanalyse, Personalprüfung und Berichtsentwurf – jeweils mit Beispiel-Prompts. Die zentrale Leitlinie: KI liefert Entwürfe, jede Feststellung entsteht erst durch die fachliche Wertung des Prüfers. Eine Umfrage unter 40 Teilnehmenden (Beteiligung 77,5 %) ergab, dass die bisherigen Erfahrungen sehr uneinheitlich sind. Akzeptiert wird KI vor allem für Massendatenanalyse, Zusammenfassungen und Textentwürfe; eine klare Grenze ziehen die Teilnehmenden bei Entscheidungen, Rechtsprüfung und personenbezogenen Daten. Empfohlen wurde, den Zugang über eine KI-Plattform mit mehreren Modellen zentral über die IT zu beschaffen.
Workshop 2 – Vergaberecht aktuell* (Impuls und Moderation: Patrick Kötter, LWL-Rechnungsprüfungsamt)
Im Mittelpunkt stand das Vergabebeschleunigungsgesetz, das am 1. Juli 2026 in Kraft getreten ist und 13 Regelwerke geändert hat. Das anzuwendende Recht richtet sich nach dem Verfahrensbeginn. Als hohes Prüfrisiko wurden u. a. die Eigenerklärungen als Regelfall (§ 122 GWB), die vorverlagerte Angebotsprüfung (§ 42 VgV) und der Wegfall des Vier-Augen-Prinzips bei elektronischer Angebotsöffnung (§ 55 VgV) eingestuft. Als mittlere Risiken gelten die Gesamtvergabe aus zeitlichen Gründen (§ 97a GWB) und der Wegfall des Begriffs „erschöpfend" in der Leistungsbeschreibung (§ 121 GWB). Der Wegfall der aufschiebenden Wirkung der sofortigen Beschwerde (§ 173 GWB) bleibt offen, da das OLG Düsseldorf die Verfassungsmäßigkeit dem Bundesverfassungsgericht vorgelegt hat (Az. VII-Verg 6/26).
Weitere Themen waren die geplante Neufassung der Bundes-UVgO (Direktaufträge bis 50.000 €, Verhandlungsvergaben ohne Teilnahmewettbewerb bis 100.000 €; Anwendung für Kommunen in NRW noch nicht entschieden) sowie der am 9. September 2026 bekannt gewordene Entwurf einer EU-Vergabeverordnung, die die bisherigen drei Vergaberichtlinien ersetzen soll. Für den IDR sind zwei überarbeitete Prüfhilfen zur nachhaltigen Beschaffung kurz vor dem Abschluss.
Workshop 3 – Prüfung nachhaltiger Finanzen* (Impuls und Moderation: Sissy Koch, Rödl Audit GmbH)
Grundlage war die IDR-Prüfhilfe 4.100. Nachhaltigkeit tritt darin als vierte Dimension neben Sicherheit, Verfügbarkeit und Rendite – sie ergänzt, ersetzt aber die klassischen Anlageziele nicht. Die Prüfung fragt nicht, welche Anlagestrategie richtig ist, sondern ob sie definiert, geeignet und vom Ratsbeschluss bis zum Reporting tatsächlich umgesetzt ist.
Darüber hinaus ging der Vortrag auf die EU-EmpCo-Richtlinie ein, die ab dem 27. September 2026 gilt und über das UWG für Kommunen und ihre Unternehmen relevant wird, wenn sie gegenüber Verbrauchern mit Nachhaltigkeitsaussagen werben (etwa „100 % Ökostrom" oder „klimaneutral betriebenes Bad"). Solche Aussagen müssen dann belastbar belegbar sein. Eine Umfrage ergab, dass die Teilnehmenden das größte Nachhaltigkeitsrisiko in der Rechnungsprüfung bei Beschaffung und Vergabe sowie bei Investitionen und Bau sehen (je 14 Nennungen), gefolgt von Finanzanlagen (12 Nennungen).
Nächste Termine der Arbeitskreise
Für die kommenden Monate stehen unter anderem folgende Termine an: AK Technische Prüfer am 15. Oktober (ifv Gelsenkirchen), AG Betätigungsprüfung des AK Finanzen am 23. Oktober (online), AK INFOMA am 3. November (ifv Gelsenkirchen), AK IT-Prüfung Anfang Dezember (online) sowie Termine für die AKs Finanzen und SGB II im Herbst 2026.
Wer die Vorträge und Workshop-Ergebnisse in der Tiefe nachlesen möchte, findet die Materialien über den Mitgliederbereich.
Für alle Teilnehmenden, die noch kein Feedback abgegeben haben, einen Link finden Sie hier. Auch wenn Sie dieses Jahr keine Gelegenheit hatten, am Landesgruppentreffen teilzunehmen, sind Sie herzlich eingeladen, uns Ihre Vorschläge und Ideen für das kommende Jahr mitzuteilen. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen.
Die von der Arbeitsgruppe erarbeitete Prüfhilfe i. R. d. NRW-Infrastrukturgesetzes 2025 bis 2036 (s. dazu auch unser Newsletter 02/2026) befindet sich z. Zt. noch in der Qualitätssicherung durch den Beirat und soll alsbald finalisiert und veröffentlicht werden.
Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle auch die kürzlich veröffentliche Prüfhilfe für die Inhouse-Vergaben (Prüfhilfe Inhouse-Vergaben). Unser Referent, Herr Patrick Kötter, hat in Zusammenarbeit mit dem Beirat ein Dokument erstellt, das Sie bei der Prüfung, ob und unter welchen Voraussetzungen Inhouse-Vergabe zulässig sind, unterstützt.