Interview Marion Birnfeld
Liebe Marion,
vielen Dank, dass wir heute mit Dir unsere Interview-Reihe fortführen können. Das Ziel ist unseren Mitgliedern unsere vielen engagierten Mitstreiter und Mitstreiterinnen in den Gremien des IDRs etwas näher vorzustellen.
In einem Satz: Wer bist Du?
Ein Weltverbesserer, der glaubt, mit guter öffentlicher Finanzkontrolle die Welt etwas gerechter machen zu können.
Welches Hobby hast Du, das niemand erwartet?
Ich bin immer auf der Suche nach außergewöhnlichen, aromatisierten Grün-Tee-Sorten, z. B. mit Granatapfel oder Mango/Zitrone. Ansonsten habe ich eher normale Interessen, wie Zeit mit der Familie verbringen, Joggen, Lesen, mit Freunden Essen gehen.
Wo finden wir Dich beruflich, wenn Du dich nicht für das IDR engagierst?
Ich bin Geschäftsführerin der Rechnungsprüfungsstelle für die IHKn und bin mit meinem Team von rd. 30 Kolleg/innen für die Prüfung der Jahresabschlüsse der IHKn zuständig. Wenn ich nicht in meinem Büro in Düsseldorf bin, findet man mich bei den IHKn vor Ort zur Schlussbesprechung, wir z. B. am 19.09. in Suhl und am 23.09. in Ulm oder bei der DIHK in Berlin, wo regelmäßig Gremiensitzungen und Arbeitskreise stattfinden.
Deine Position im IDR in drei Worten?
Engagiertes Gründungs – und Vorstandsmitglied
Warum engagierst Du dich hier? Ein Satz!
Ein professionelles Netzwerk, das Hilfe zur Selbsthilfe leistet, damit kein/e Prüfer/in Einzelkämpfer/in bleibt.
Wie hat sich die öffentliche Finanzkontrolle in den letzten Jahren entwickelt?
In der örtlichen Rechnungsprüfung rasant! Ich bin Ende der 90iger Jahre des letzten Jahrhunderts (!) Leiterin eines Rechnungsprüfungsamtes geworden, als Prüfung noch als Erbsenzählen und Häckchenmachen verschrien war. Mit der Umstellung von der Kameralistik auf die Doppik und der Entwicklung eines neuen Leitbildes der Prüfung als Führungsunterstützung hat sich das Selbstverständnis der Prüfer/innen und ihre Wahrnehmung in den Verwaltungen als „Mehrwertbringer“ deutlich geändert – noch nicht überall aber schon an vielen Orten. Wir haben uns fachlich und organisatorisch professionalisiert, vor allem unterstützt durch die hervorragenden IDR-Fortbildungen und unterstützenden Unterlagen, wie Leitlinien und Handbücher. Wir sind in den Bundesländern und überregional gut vernetzt und lernen voneinander und miteinander.
Welche Herausforderungen sind Dir bei deiner Arbeit im Vorstand begegnet?
Aus der Fülle der Themen die herauszusuchen, die den IDR-Mitgliedern wirklich „auf der Seele brennen“ und hier geeignete Formate finden, sei es als Vortrag oder Workshop auf dem Rechnungsprüfertag oder als Gutachten, um angemessen zu unterstützen.
Auf welche Erfolge oder Veränderungen im Verein bist Du besonders stolz?
Die zunehmende Professionalisierung der Rechnungsprüfung! Durch unsere Zertifikatslehrgänge und das QM-Handbuch sowie die Arbeitskreise, in denen wir die „Schwarmintelligenz“ nutzen, bieten wir gute fachliche Unterstützung, um die beruflichen Herausforderungen zu meistern. Unsere Stellungnahmen haben uns z. B. inzwischen zum gefragten Sachverständigen in Fragen in Fragen des kommunalen Rechnungswesens gemacht. Ich bin aber auch stolz darauf, dass wir nach wie vor engagierte Kolleg/innen für die Arbeit im IDR – sei es in den Beiräten der Landesgruppen oder in Vorstand und Verwaltungsrat – finden, die sich mit großer Begeisterung für die öffentliche Finanzkontrollen einsetzen und dabei auch viel Spaß haben!
Ein Ziel für nächstes Jahr?
Ich möchte nochmal am Rechnungsprüfertag mitwirken, bevor ich im nächsten Jahr in den vorgezogenen Ruhestand gehe.
Wo ist das IDR in 5 Jahren? Ein Satz.
Bekannter und geschätzter Berufsverband bei allen Prüfer/innen und Prüfern sowie von allen wichtigen Akteuren in der Kommunalpolitik (insbesondere Ministerien und Spitzenverbände) anerkannt.
Ein Rat an alle Vereinsmitglieder?
Nutzt die Möglichkeiten Eures großartigen Verbandes, gestaltet mit und vernetzt Euch! So optimiert Ihr nicht nur Eure fachlichen und sozialen Kompetenzen sondern habt auch mehr Freude an der gemeinsamen Arbeit mit gleichgesinnten Kolleg/innen.
Das Interview führte Ina Eichhoff.